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Werkself 2:2: Jetzt auch keine Luft mehr nach unten |
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Drei Spiele in der Rückrunde – ein Dreier, zwei Remis, keine Niederlage. Was auf den ersten Blick gar nicht mal so übel aussieht, hat auf den zweiten oder dritten Blick allerdings unschöne Macken und Folgen. Du kommst nicht weiter,. Du trittst auf der Stelle. Es gelingt nicht, den Abstand zu verkürzen. Ja, an diesem 20. Spieltag hat Verfolger Hannover 96 durch den Sieg in Berlin sogar Boden gut gemacht. Alarm für die Werkself!: Europa gerät in Gefahr.
Ein 1:1 in Bremen ist o.k. Ein 2:2 daheim gegen den VfB Stuttgart nicht. Wenn Du auf Kurs bleiben willst, musst Du zuhause gegen die vermeintlich kleinen Gegner, was die Schwaben in ihrer aktuellen Situation zweifellos sind, zuhause gewinnen. Das ist unabdingbar. Das Problem: Die BayArena ist in dieser Saison nicht mehr das Bollwerk frührerer Jahre. Das sollten wir unbedingt wieder hinkommen.
Klar, ein solches Holpertor zum Ausgleich kurz vor dem Abpfiff ist extrem ärgerlich. Egal, was die Vorgeschichte war und unter welchen Umständen es letztlich zustande gekommen ist. Es bringt Dich einfach um den Lohn für fast 90 Minuten intensiver Bemühungen.
Mehr als die beiden fehlenden Punkte schmerzt mich allerdings die Beobachtung, dass wir es offenbar nicht hinbringen, die spielerische Linie zu verbessern, Schritt für Schritt jene Leichtigkeit wiederzugewinnen, die die Mannschaft so oft ausgezeichnet und ihre Fans begeistert hat. Die Gründe mögen vielschichtig sein (neuer Trainer/neue Spieler, Ausfälle, Unruhe), angesichts der Qualität der Spieler und der Mannschaft als Gesamtgebilde ist es allemal möglich.
Es ist schön, dass Stefan Kießling endlich mal wieder getroffen hat. Außerdem lässt sich bei positiver Beurteilung der Entwicklung durchaus auf den fünf Rückrunden-Punkten aufbauen.
Eine optimale Vorbereitung auf die nächste große Herausforderung, das Gastspiel am kommenden Samstag beim Deutschen Meister in Dortmund, ist jetzt wichtiger denn je. Für beide Mannschaften steht in diesem hochintressanten Treffen mehr als üblich auf dem Spiel.
06. Februar 2012
Fragebogen
1. Meine unvergesslichsten Spiele
Bernd: a. Das Aufstiegsspiel mit Carl Zeiss Jena in die 2. Liga, das wir mit 4:1 gegen Sachsen Leipzig gewannen. b. Das 5:1 mit Eintracht Frankfurt im Heimspiel am letzten Spieltag gegen den 1. FC Kaiserslautern - wir blieben in der Bundesliga, ich schoß das Tor zum 4:1. c. In der Champions League spielten wir 2002 im Halbfinal-Hinspiel mit Bayer 04 Leverkusen 2:2 bei Manchester United. d. Das Eröffnungsspiel der WM 2006 in München gegen Costa Rica - ich war Kapitän.
2. Meine besten Spiele
Bernd: a. Das Champions League-Finale 2002 gegen Real Madrid (1:2). b. Das WM-Finale 2002 in Yokohama gegen Brasilien (0:2).
3. Mein schwächstes Spiel
Bernd: Bei der EM-Endrunde 2004 in Portugal gegen Lettland.
4. Meine wichtigsten Spiele
Bernd: a. Das Rückspiel im Halbfinale der Champions League 2002 in unserer BayArena endete 1:1 - wir zogen ins Finale ein. b. Das WM-Finale Deutschland gegen Brasilien.
5. Meine dramatischsten Spiele
Bernd: a. Wir gewannen das Viertelfinal-Rückspiel der Champions League 2002 zuhause mit 4:2 gegen den FC Liverpool und erreichten das Halbfinale gegen Manchester United. b. Das Viertelfinale bei der WM 2006 in Berlin gegen Argentinien - wir gewannen das Elfmeterschießen und kamen ins Halbfinale gegen Italien.
6. Meine traurigsten Spiele
Bernd: a. Das erste Spiel nach dem Tod meines Teamkollegen Axel Jüpner verloren wir mit Jena gegen Unterhaching mit 2:3 und waren damit praktisch abgestiegen. b. Das Champions League-Finale gegen Real Madrid. c. Das Halbfinale bei der WM 2006 in Dortmund gegen Italien (0:2).
7. Mein Lieblingsgegenspieler (Fairness)
Bernd: Roberto Carlos mit Real Madrid und der brasilianischen Nationalmannschaft.
8. Meine unangenehmsten Gegenspieler
Bernd: a. Andre Wiedener (Werder Bremen) und Jan Arge Riise (Liverpool).
9. Meine Traummitspieler
Bernd: a. in meiner realen Karriere: Ballack, Ze Roberto, Emerson. b. wenn ich ihn mir hätte aussuchen können: Fabregas, Zidane, Maradona.
10. Der schönste Moment meines Fußball-Lebens
Bernd: Die Einwechslung nach meiner einjährigen Verletzung beim Spiel Bayer 04 gegen Mönchengladbach - ich konnte ein Tor vorbereiten. Gleichzeitig war es auch mein letztes Bundesligaspiel.
11. Der unangenehmste Moment meines Fußball-Lebens
Bernd: Das Spiel bei der EM-Endrunde gegen Tschechien - ich vergab eine riesen Tormöglichkeit.
12. Die traurigsten Momente meines Fußball-Lebens
Bernd:a. Der Tod meiner Teamkollegen Axel Jüpner und Robert Enke. b. Verpaßte Meisterschaften und verlorene Endspiele. c. Halbfinal-Niederlage bei der WM 2006 gegen Italien.
13. Meine schönsten Tore
Bernd: a. Die Tore gegen Blackburn, Dortmund und Fenerbahce Istanbul - alle drei wurden zum Tor des Monats gewählt. b. Ein Tor beim 2:2 von Carl Zeiss Jena gegen Eintracht Frankfurt. c. Mein erstes Tor im Profi-Fußball: Ein Freistoßtor beim 2:0-Sieg von Jena beim 1. FC Nürnberg.
14. Meine Lieblingsstadien
Bernd: Ernst Abbe Sportfeld in Jena, BayArena sowie die Stadien in Liverpool und Manchester.
15. Meine interessanteste Fußball-Reise
Bernd: Das Länderspiel mit der deutschen Nationalmannschaft in Teheran vor 110 000 Zuschauern.
16. Mein angenehmster Zimmer-Nachbar
Bernd: Oliver Neuville - mein alter Kumpel.
17. Meine Traumelf
Bernd: Mit denen ich zusammen gespielt habe: Kahn/Adler - Frings, Nowotny, Juan, Placente, Neuville, Ballack, Emerson, Ze Roberto, Kirsten, Berbatov.
Zitate von und über Schnix
Ich hätte mich beim Pokalfinale gegen Werder Bremen selbst einwechseln sollen. (Schnix auf die Frage, ob er in seiner Karriere etwas bereue. Bayer verlor 0:1 und Trainer Labbadia verzichtete auf seine Einwechslung)
Wahrscheinlich auf irgendeinem Hinterhof mit Wäschestangen. (Bayer Leverkusens Sportchef Rudi Völler auf die Frage, wo Bernd wohl das Fußballspielen gelernt habe)
Bernd ist vielleicht der letzte übrig gebliebene Straßenfußballer. Es gibt nicht viele Spieler, die ihm das Wasser reichen können. (Rudi Völler)
Der alles entscheidende Freistoß-Treffer zum 8:0 bei unseren ersten Match der WM 2002 gegen die Saudis. (Bernd auf die Frage nach seinem ersten Länderspiel-Tor)
Es war so eine Mittelschussflanke. (Bernd über seine Torvorbereitung beim Comeback gegen Gladbach)
Hauptsache nicht wieder Zweiter. (Bernd zu seinem dritten Rang bei der Wahl zum Fußballer des Jahres 2007)
„Schnix“ ist der einzige deutsche Fußballer, der sofort in der Selecao mitspielen könnte. (Der brasilianische Nationalspieler Juan bei seinem Abschied von Bayer 04)
Ein Typ wie er fehlt Real zurzeit, jemand mit diesen technischen Qualitäten, der den tödlichen Pass zu spielen und eine Partie zu lesen vermag. (Bernd Schuster vor Bernd Schneiders nicht zustande gekommenen Wechsel zu Real Madrid)
Die tollste Nachricht kommt aus Leverkusen: Seine Hoheit Senor Bernd Schneider do Brasil, der Chef Executive der Bayer-Mittelfeld-Group, ist wieder da. 253 Tage nach seiner Halswirbeloperation steht der 35-Jährige wieder im Mannschaftstraining. (Christof Kneer am 4. Januar 2009 in der Süddeutschen Zeitung)
Ganz klar der Bernd. Ein wunderbarer Spieler. Schade, dass er seine Karriere beenden musste. (Renato Augusto, Bayer 04 Leverkusen, auf die Frage, wer der bessere Brasilianer ist: Er oder Bernd Schneider)